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Sehenswürdigkeiten

Evangelische Kirche Petershagen "Petruskirche"

Evangelische Kirche

Mit dem Bau der heutigen Kirche wurde 1896 begonnen. Man baute zuerst den Turm. Erst nach 12 Jahren war das Geld zusammen, um das Kirchenschiff zu erneuern. Der Innenraum wurde im ländlichen Jugendstil ausgemalt. Im Jahr 2003 wurde diese für unseren Raum einzigartige Ausmalung mit Fördermitteln wieder hergestellt. Auch die Fenster sind abweichend von den üblichen Motiven mit sehr hübschen Jugendstilornamenten verziert. In der Kirche befindet sich eine Barockkanzel aus dem Jahre 1718. Sie stammt aus der Friedrichsfelder Schlosskirche. 1912 wurde von der bekannten Berliner Firma Dinse die Orgel eingebaut. Sie ist eine der wenigen in Brandenburg noch original erhaltenen Orgeln. In Anlehnung an die Barockkanzel erhielt sie einen dem Barock nachempfundenen   

   Foto: Sievert/ArtfactorProspekt

» 360°-Panorama (Außenbereich)
» 360°-Panorame (Innenbereich)

 

Katholische Kirche

Katholische Kirche Petershagen

 Die Katholische Kirche St. Hubertus wurde 1933/34 mit Spendenmitteln aus ganz Deutschland erbaut. Architekt ist der aus Mülheim am Rhein stammende Josef Bachem. Er wird zu den erfolgreichsten Kirchenbaumeistern Norddeutschlands in den 30er Jahren gezählt. Die Kirche besticht sowohl durch ihre äußere Sachlichkeit als auch durch ihre innere schlichte Freundlichkeit. Durch die Gestaltung der Decke wird eine Dreischiffigkeit angedeutet. Die Seitenwände der Kirche sind geschmückt mit den 14 Bildern des Kreuzweges Jesu, einer Intarsienarbeit des Berliner Bildhauers Rudolf Heltzel.

    Foto: Sievert/ArtfactorProspekt

 

Das Büdnerhaus

Das Büdnerhaus

 Das Büdnerhaus, 1757 erbaut, stand ursprünglich auf der gegenüberliegenden westlichen Seite der Dorfstraße, dem ehemaligen Pfarrgrundstück. Es diente dem vom Pfarrer angestellten Meier als Wohnhaus. 1808 wurde das kleine Fachwerkhaus auf die gegenüberliegende Hofstelle versetzt. Damit blieb es von dem Brand 1810 verschont, der das Pfarrgehöft zerstörte. Seither wurde die Pfarrstelle nicht mehr bebaut. Heute befindet sich hier eine Streuobstwiese, die einen schönen Blick bis zum Fredersdorfer Fließ freigibt. Das versetzte Fachwerkhaus wurde nachträglich um eine Kammer verlängert und verputzt und das Strohdach wurde durch ein Ziegeldach ersetzt. Es ist das älteste Gebäude in Petershagen. Nach seiner vollkommenen Restaurierung beherbert es eine Heimatstube.


» 360°-Panorama (Dorfanger mit Kirche, Büdnerhaus und Markt)

Alte Schule Petershagen

Hortgebäude Petershagen

Bis 1905 wurde der Unterricht für die Petershagener Kinder in dem 1871 errichteten Küsterschulgebäude (heutiges Gemeindehaus , Dorfplatz 1) abgehalten. Die Grundsteinlegung für das neue Schulhaus fand am 09.05.1905 zu Ehren des Todestages Schillers statt. Es hatte ursprünglich nur 2 Klassenräume. Schon 1911 musste es wegen der ständig wachsenden Schülerzahl erweitert und aufgestockt werden. Es ist ein schlichter Klinkerbau mit ursprünglich 2 Eingängen. Heute befindet sich der Schulhort in diesem Gebäude. Im Dachgeschoss wurde ein Schulmuseum eingerichtet. Neben Exponaten aus dem Schulleben kann man hier auch Interessantes aus der Dorfgeschichte erfahren. Ein Besuch lohnt sich.

       Hortgebäude Petershagen

Oberschule/Feuerwehr/Giebelseesiedlung

Gesamtschule und Giebelseehalle

Die Schule in der Eggersdorfer Straße wurde von dem Berliner Regierungsbaumeister Walter Hagen projektiert. Das Gebäude zeichnete sich durch seine für die damaligen Verhältnisse hohe Funktionalität aus. Inzwischen wurde der Schulkomplex erheblich erweitert und modernisiert. 2001 wurde auf dem Schulgelände die Giebelseehalle eingeweiht. Hier können nicht nur Sportveranstaltungen stattfinden. In der Halle können bei Opernaufführungen oder Rockkonzerten bis zu 600 Menschen Platz finden.

                                                                                                                        Foto: Sievert/Artfactor

Regierungsbaumeister Hagen hatte auch das Feuerwehrgebäude an der Feuerwehr PetershagenEggersdorfer Straße gebaut. 2006 wurde an dieser Stelle ein neues Gerätehaus eingeweiht, der alte Schlauchturm ist in den Neubau integriert worden.
Ursprünglich war rechts daneben der Bau eines neuen Rathauses vorgesehen. So sind die Namen der nebenan stehenden „Rats“- Apotheke und der „Rats“klause (heute Fahrradladen) zu erklären.
Auch die Giebelseesiedlung mit Zweifamilienhäusern ist Hagen zu verdanken. Sie entstand 1931 nach wirtschaftlich sparsamsten Vorgaben und dennoch genügt sie auch heute noch den Ansprüchen ihrer Bewohner.

 

Dorfkrug

 Alter DorfkrugDen alten Dorfkrug gab es schon 1375. Er stand damals aber im heutigen Kreuzungsbereich. Hier wechselte man die Pferde bevor es über die Furt (das Fredersdorfer Fließ) weiter nach Stettin ging. Der alte Dorfkrug wurde im 30-jährigen Krieg zerstört. 1836 wurde er an dem heutigen Standort durch den Krüger Madel wieder aufgebaut. 1903 erhielt der Gasthof den Saalanbau. Die letzte Wirtin hatte das Interieur traditionsbewusst gestaltet. Man fand viele alte Dorfansichten vom Heimatmaler Woyack an den Wänden, die von der Geschichte des Dorfes erzählen. Heute ist dort das Restaurant "Madels". Um die Sanierung des Dorfsaales bemüht sich der Verein "Dorfsaal Petershagen/Eggersdorf e.V.".

 

Stienitzsee/Teilungssee/Giebelsee

Giebelsee

In und um Petershagen/Eggersdorf gibt es reichlich Wasser. Der Stienitzsee liegt südöstlich von Petershagen und war bis zur Wende ein beliebter Badesee. Bis in die 70er Jahre legten hier sogar die Ausflugsdampfer aus Berlin zur Einkehr in dem beliebten Ausflugslokal „Seebad Stienitzsee“ an. Pfingsten wanderte halb Petershagen zum Pfingstkonzert durch den schönen Stienitzwald. Obwohl das Wasser heute eine sehr viel bessere Qualität hat, kommen nur noch wenige Badelustige an den See. Dass auf dem See Ausflugsschiffe fahren können, ist dem Sohn des berühmten Mögliner Landesökonomierates Thaer zu verdanken. Er senkte den See 1858 ab, um den begehrten blauen Ton (noch heute gibt es dieses Tonloch auf der gegenüberliegenden Seite in Hennickendorf) für die Herstellung von Ziegeln und um eine Fahrrinne als Verbindung zur Spree herzustellen. Auf dieser Wasserstraße transportierte er die in der Ziegelei Hennickendorf hergestellten Ziegel viel billiger als über den Landweg. Noch heute wundert man sich darüber, dass die Gemarkungsgrenze Petershagen etwa 50m vor dem See endet. Das war offensichtlich die alte Uferlinie vor der Absenkung.

Der Teilungssee ist für den ganzen südlichen Bereich Petershagens der natürliche Vorfluter. Er ist durch einen Graben mit dem Müggelsee verbunden. Nach dem Krieg haben die Petershagener lange Zeit ihren Müll hierher verbracht. 1991 wurde der See für über eine Million DM saniert und die Uferbereiche umweltgerecht gestaltet. Hier kann man im Sommer angeln und im Winter Schlittschuhlaufen.
Beim Bau der Ostbahn wurde der zwischen den beiden Giebelseen vorhandene Damm genutzt und damit verfestigt. In dem nördlich gelegenen Großen Giebelsee gibt es eine Insel, auf der sich seltene Tiere angesiedelt haben, insbesondere seltene Wasservögel. An der Ost- und Südseite führt ein gepflasterter Fußweg am See entlang. In den letzten Jahren wurden viele Mittel in die Sanierung des Sees gesteckt. Abgesehen vom unmittelbaren Bahnhofsumfeld vermitteln die beiden Giebelseen mit dem nach Norden angrenzenden Kinderspielplatz und dem umgebenden Grün einen angenehmen Eindruck. Im Winter, wenn der Giebelsee zugefroren ist, werden hier die „Dorfmeisterschaften“ im Eishockey ausgetragen und zwar nicht nur von den Kindern und Jugendlichen.

Evangelische Kirche Eggersdorf

 

Evangelische Kirche Eggersdorf

Die Dorfkirche Eggersdorf wurde 1870 im neugotischen Stil, beeinflusst durch Friedrich August Stüler, erbaut. Sie fällt durch die Verwendung der hier seltenen gelben Backsteinziegel auf. Die erste Orgel stammte aus der Friedrichsfelder Schlosskirche. Sie wurde erst zusammen mit den beiden großen Kron- und Wandleuchtern, die aus Spenden in einer 2-tägigen Sammelaktion finanziert wurden, 1890 nachträglich angeschafft. Bei Sanierungsarbeiten 1962/63 werden der Altar, die Kanzel und die Taufe sowie die seitlichen Holzemporen aus der Kirche herausgenommen. 1973 wird die nunmehr dritte Orgel, eine Schukeorgel, wiederum aus Spendenaufkommen in die Kirche eingebaut. Das Innere der Kirche stellt sich heute sehr schlicht dar.

 

Kossätenhäuser und Sühnekreuz

 Diese beiden Kossätenhäuser in der Bahnhofstraße 50/51 stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und sind damit die beiden ältesten heute noch erhaltenen Wohnhäuser in Eggersdorf. Das danebenstehende kleine Kreuz stiftete der Ritter Trebus zur Sühne für die Ermordung seines Kontrahenten Lorenz Röbel, aus dem zweiten in Eggersdorf herrschenden Rittergeschlecht. Zu der Zeit , als der Mord geschah, war dieser Platz jedoch noch unbebaut. Der alte Krug befand sich zu jener Zeit westlich der Kirche auf dem Pfarrgrundstück. Das » Sühnekreuz ist wahrscheinlich später an die Stelle vor den neu entstandenen Krug gestellt worden. Es wird u.a. angenommen, dass es vorher als Wegekreuz an der einst vielbefahrenen alten Heerstraße gedient hat. Heute beherbert das linke Haus das Café Winzig, das Freitag-Sonntag von 13 - 18 Uhr geöffnet ist.

 

Landgasthof zum Mühlenteich

 Dieser Ort ist sehr geschichtsträchtig. Es war schon im 13.Jahrhundert unter der Herrschaft der Askanier Lehnschulzensitz, später Stammsitz derer von Trebus. Der Letzte des Geschlechts erhängte sich 1661. Der Hof verfiel. Ende des 18.Jahrhunderts befand sich auf diesem Grundstück ein zweigeschossiges Wohnhaus, dessen Obergeschoss an gegenüberliegender Stelle als gesondertes Wohnhaus wieder aufgestellt wurde. Im 19.Jahrhundert führte der Pfälzer Catholy hier seinen Gasthof. Der Platz davor war eine Maulbeerbaumplantage. Heute lädt hier der „Landgasthof zum Mühlenteich“ zu stimmungsvollem Verweilen ein.

 

Kolonistenhaus Landsberger Straße

Kolonistenhaus

Seit 1747 wurden in den Kirchen der Pfalz ganz offiziell die Einwanderungsedikte des großen Preußenkönigs verlesen. Daraufhin siedelten sich die ersten Pfälzer in Müggelheim an. 1765 kamen auch 7 Pfälzer Bauernfamilien nach Eggersdorf. Sie waren meist Verwandte der Müggelheimer. Das Kolonistenhaus war spätestens 1770 auf dieser damals wüsten Hofstelle errichtet worden. Für den Bau ihrer Häuser erhielten alle Kolonisten auf Order des Königs, sozusagen als „Eigenheimzulage“, kostenlos Holz aus Krummensee und Seefelde. Das Haus wurde bis 1986 von den Nachkommen der Pfälzer bewohnt.

 

Neues Ortszentrum Eggersdorf "Am Markt"

Ortszentrum

Es entstand 1997 auf einer bis dahin großen freien Fläche, dem sogenannten Försterfeld. Im Mittelalter stand hier der Kindshof, der Nebensitz der Ritter von Trebus, später die alte Försterei. Das neu entstandene Ortszentrum hat einen kleinstädtischen Charakter erhalten. Pastellfarbige 3-geschossige Wohngebäude mit Gewerbeflächen im Erdgeschoss bilden eine Gasse, die sich zum Markt öffnet und den Blick auf die neugotische Kirche freigibt. Im neuen Zentrum entstanden 130 Wohnungen. Es wurden gemeindliche Einrichtungen , wie das Rathaus, die Bibliothek und Kindergarten angesiedelt. Sparkasse, Apotheke und ein Lebensmitteldiscounter ergänzen die Zentrumsfunktion. Aber auch Feste werden hier gefeiert. Besonders beliebt ist das alljährliche Mittelalterspektakel und das Kürbisschnitzen an Halloween.

Der Bötzsee

Der Bötzsee

Der Bötzsee liegt inmitten eines Landschaftsschutzgebietes, des Blumenthaler Wald – und Seengebietes. An warmen Wochenenden lockt er bis zu 10000 Besucher. Besonders beliebt ist der Bötzsee mit seinem relativ klaren Wasser und den vielen wilden Badestellen bei den Berlinern. Ausleihstationen für Ruderboote ermöglichen die Erkundung der Umgebung. Schon Mitte des 14. Jahrhunderts wird die Spitzmühle unter dem Namen „Hafelbergsche Mühle“ erwähnt. In der Nachfolgermühle ist heute eine Ausflugsgaststätte untergebracht. In direkter Nachbarschaft hat sich direkt am See ein Hotel etabliert. Daneben gibt es in unmittelbarer Seenähe noch viele Einkehrmöglichkeiten an der Altlandsberger Chaussee. Das Strandbad Bötzsee wurde 2013 zu einem barrierefreien Bad umgestaltet und bietet dank einer modernen Steg- und Liftanlage auch Rollstuhlfahrern die Möglichkeit, baden zu gehen.
Geologisch gesehen liegt der Bötzsee in einem glazialen Rinnental. Typisch für die in der Weichseleiszeit entstandenen Rinnentäler ist die perlschnurartige Aneinanderreihung von Seen. Dazu gehören der unmittelbar angrenzende Fängersee und der Gamensee.

 

auch verfügbar: Petershagener Ortszentrum (3D-Panorama)